Der Klick kostet Geld. Punkt. Und trotzdem schicken viele Unternehmen ihre Google Ads Besucher auf die Startseite, eine Leistungs-Übersicht oder eine „Über uns“-Seite. Das Ergebnis sieht man dann in den Zahlen: viele Sessions, wenig Anfragen, noch weniger Umsatz. Nicht, weil Google Ads „nicht funktioniert“, sondern weil die Seite hinter dem Klick nicht sauber auf genau einen Abschluss gebaut ist.
Wenn Sie eine landingpage erstellen für google ads wollen, denken Sie nicht zuerst an Design, sondern an Passung. Passt die Seite zur Suchanfrage? Passt das Angebot zur Erwartung? Und führt die Seite ohne Umwege zur Anfrage? Eine Landingpage ist kein kleineres Website-Layout. Sie ist ein Verkaufsgespräch in digitaler Form – und sie muss in den ersten Sekunden liefern.
Warum eine Google Ads Landingpage anders tickt
Google Ads bringt Menschen mit einem konkreten Problem und einer konkreten Absicht. Das ist ein Geschenk – aber nur, wenn Sie diese Absicht nicht verwässern.
Eine normale Website muss vieles leisten: Vertrauen aufbauen, das Unternehmen erklären, verschiedene Zielgruppen bedienen, manchmal auch Recruiting. Eine Landingpage hat einen Job. Einen. Und je klarer dieser Job definiert ist, desto besser wird Ihr Cost-per-Lead.
Der häufigste Fehler: Man will „alles zeigen“. Leistungen, Referenzen, Team, Historie, Standorte, Blog. Klingt nach Substanz, ist aber oft nur Ablenkung. Bei Ads zählt Fokus. Je weniger Abzweigungen, desto mehr Abschlüsse – solange die Seite genug Sicherheit vermittelt.
Landingpage erstellen für Google Ads: Start bei der Suchintention
Bevor irgendetwas gestaltet wird, klären Sie die Frage: Was hat der Nutzer gerade eingegeben – und was erwartet er als nächstes?
Wer nach „Heizungswartung Passau“ sucht, will keine allgemeine Erklärung zu Heizsystemen. Er will schnell wissen: Macht das jemand in meiner Nähe? Was ist drin? Wie schnell geht ein Termin? Was kostet es ungefähr oder wovon hängt es ab? Und wie erreiche ich jemanden ohne Theater?
Das bedeutet: Pro Kernleistung und pro Intent am besten eine eigene Landingpage. „Bad sanieren“ ist etwas anderes als „Rohrbruch Notdienst“. Und „Zahnarzt Angstpatient“ ist etwas anderes als „Zahnreinigung“. Eine Seite für alles macht Ihre Anzeigen teurer, weil Relevanz und Conversion sinken.
Die 3-Sekunden-Regel: Above the Fold muss sitzen
Die ersten Sekunden entscheiden, ob jemand bleibt oder zurück zu Google geht. Above the Fold braucht es Klarheit, nicht Kreativität.
Ein starker Einstieg besteht aus drei Bausteinen: ein eindeutiges Leistungsversprechen, ein Beweis, dass Sie die richtige Wahl sind, und ein sichtbarer nächster Schritt.
Leistungsversprechen heißt nicht „Qualität seit 1998“, sondern Ergebnis und Zielgruppe: „Wärmepumpe installieren lassen – Planung, Förderung, Montage aus einer Hand“ oder „Soforthilfe bei Rohrbruch – erreichbar und vor Ort“. Der Beweis kann ein kurzer Satz sein wie „regionaler Fachbetrieb, feste Ansprechpartner, transparente Abläufe“ oder ein kompaktes Trust-Element (z.B. Bewertungen, Zertifizierungen, Meisterbetrieb). Der nächste Schritt ist ein Button oder Formular-Teaser, der nicht vage bleibt. „Termin anfragen“ schlägt „Kontakt“.
Wenn das oben nicht klar ist, rettet kein späterer Abschnitt die Seite.
Struktur, die Leads bringt (ohne Blabla)
Eine Landingpage muss nicht lang sein. Sie muss logisch sein. In der Praxis funktioniert häufig diese Reihenfolge – nicht als starre Schablone, sondern als bewährte Dramaturgie.
1) Problem – Lösung – Ergebnis
Benennen Sie das Problem in Kundensprache. Keine Fachbegriffe, wenn der Kunde sie nicht nutzt. Dann zeigen Sie die Lösung, die Sie anbieten. Und dann machen Sie das Ergebnis greifbar: weniger Ausfall, schneller Termin, saubere Abnahme, planbare Kosten.
Wichtig ist die Abgrenzung: Für wen ist das Angebot gedacht, und für wen nicht? Das klingt erst mal nach weniger Reichweite, bringt aber mehr passende Anfragen.
2) Leistungspaket in klaren Bausteinen
Niemand will eine Textwand. Beschreiben Sie Ihr Angebot so, dass der Kunde es im Kopf abhaken kann: „Vor-Ort-Termin“, „Aufmaß“, „Festes Angebot“, „Umsetzung“, „Dokumentation“. Wenn es Varianten gibt, erklären Sie die Logik dahinter: „hängt vom Objekt ab“, „nach Aufwand“, „nach Umfang“. Keine Preise, aber Transparenz über Einflussfaktoren.
3) Vertrauen ohne Selbstdarstellung
Vertrauen entsteht nicht durch „Wir sind toll“, sondern durch überprüfbare Signale. Kurze Kundenstimmen, ein paar Kennzahlen (wenn belastbar), echte Fotos aus dem Betrieb, klare Prozesse. Wenn Sie mit regionalen Gegebenheiten arbeiten, darf das rein: Anfahrt, Einsatzgebiet, Reaktionszeit. Gerade im Raum Passau und Niederbayern zählt Verlässlichkeit mehr als Marketing-Sprech.
4) Ein Call-to-Action, der sich leicht anfühlt
Der CTA muss zum Moment passen. Wer gerade erst vergleicht, füllt ungern ein 12-Felder-Formular aus. Wer akuten Druck hat, will anrufen. Darum lohnt sich oft ein zweigleisiger Ansatz: kurze Anfrage per Formular plus klare Telefonnummer. Aber: nicht zehn Optionen, sonst entscheidet keiner.
Formulare funktionieren am besten, wenn Sie nur das abfragen, was Sie wirklich brauchen, um sinnvoll zurückzurufen: Name, Kontakt, Anliegen, Ort, optional Wunschtermin. Alles andere kann ins Gespräch.
Copywriting für Google Ads: weniger Claims, mehr Konkretes
Ads-Traffic ist kritisch. Der Nutzer sucht nicht „Inspiration“, er prüft. Schreiben Sie so, dass ein Entscheider in 20 Sekunden versteht, ob es passt.
Statt „maßgeschneiderte Lösungen“ lieber konkret: „Termine auch frühmorgens“, „Dokumentation für Versicherung“, „Montage durch eigenes Team“, „Wartung erinnert automatisch“. Das sind Dinge, die im Alltag wirklich zählen.
Achten Sie auf Konsistenz zwischen Anzeige und Seite. Wenn in der Anzeige „24h Notdienst“ steht, muss das auf der Landingpage sofort sichtbar und glaubwürdig sein. Wenn Sie das nicht leisten, schreiben Sie es nicht. Google Ads verzeiht keine Wunschbilder, Ihr Budget auch nicht.
Design: Conversion gewinnt gegen „schön“
Design ist nicht Deko. Es ist Nutzerführung. Ein gutes Layout macht Entscheidungen leicht.
Nutzen Sie starke visuelle Hierarchie: eine klare Hauptbotschaft, ein dominanter CTA, kurze Abschnitte, ausreichend Weißraum. Vermeiden Sie Slider, unnötige Animationen und alles, was Ladezeit frisst. Mobile First ist Pflicht, weil ein großer Teil der lokalen Suchen mobil passiert. Wenn die Seite auf dem Handy fummelig ist, zahlen Sie für Klicks, die nie eine Chance hatten.
Bilder sollten echt sein. Stock-Fotos erkennt jeder. Wenn Sie keine professionellen Bilder haben, sind wenige, aber authentische Aufnahmen besser als eine Galerie voller Austauschbarkeit.
Technik, die man nicht sieht – aber bezahlt
Eine Landingpage kann optisch perfekt sein und trotzdem „nicht funktionieren“, weil Tracking oder Geschwindigkeit nicht stimmen.
Ladezeit und Core Web Vitals
Jede Sekunde kostet Conversions. Komprimierte Bilder, sauberes Hosting, schlanker Code. Nicht glamourös, aber messbar.
Tracking: Ohne Messung keine Optimierung
Mindestens brauchen Sie saubere Conversion-Erfassung: Formular abgesendet, Klick auf Telefonnummer (mobil), ggf. Terminbuchung. Wenn Sie das nicht messen, optimieren Sie im Blindflug.
Wichtig ist auch die Qualität der Conversions. Viele Leads sind wertlos, wenn sie nicht passen. Hier helfen spätere Signale: Qualifizierung im CRM, Rückruf-Status, Angebotswert. Das ist nicht immer sofort verfügbar, aber je näher Sie an Umsatz messen, desto besser werden Ihre Entscheidungen.
Consent und Datensparsamkeit
Je nach Setup müssen Sie Cookie-Einwilligungen korrekt abbilden. Zu aggressive Banner ruinieren Conversions, zu laxe Setups riskieren Ärger. Das ist ein Abwägen – am besten so, dass Nutzerführung nicht leidet.
A/B-Tests: Was sich wirklich zu testen lohnt
Viele testen Farben. Bringt selten den großen Hebel. Testen Sie lieber Dinge, die den Kern beeinflussen.
Headline-Varianten sind oft ein Volltreffer: Ergebnisorientiert vs. prozessorientiert, „schnell verfügbar“ vs. „sauber dokumentiert“. Auch das Angebot selbst kann getestet werden: „Kostenlose Erstberatung“ vs. „Rückruf in 24 Stunden“. Formulare sind ebenfalls stark: kurz vs. etwas ausführlicher mit Qualifizierungsfrage.
Es gibt ein „it depends“: Wenn Sie sehr teure Leistungen anbieten, kann ein etwas längeres Formular die Lead-Qualität erhöhen, auch wenn weniger Anfragen reinkommen. Bei Notfällen oder niedrigschwelligen Services ist maximale Einfachheit meist besser.
Häufige Gründe, warum Google Ads Landingpages scheitern
Es liegt selten an einem einzelnen Fehler. Meist ist es ein Mix aus Unschärfe und Reibung.
Typisch sind fehlende Message-Match zwischen Anzeige und Seite, zu viele Navigationswege, zu wenig konkrete Informationen, unklare CTAs, langsame mobile Performance oder Tracking-Lücken. Und ganz praktisch: zu viele Anfragen, die niemand zeitnah bearbeitet. Wenn Rückrufe erst nach zwei Tagen passieren, kann die Landingpage noch so gut sein – der Lead ist weg.
Wann sich externe Unterstützung lohnt
Wenn Sie intern niemanden haben, der Copy, Design, Tracking und Ads wirklich zusammen denkt, wird es schnell Stückwerk. Genau da entsteht Geldverbrennung: Anzeige gut, Seite mittel, Tracking unklar – und keiner weiß, welcher Teil gerade bremst.
Wenn Sie das aus einer Hand wollen, ist der Vorteil nicht „Agenturkomfort“, sondern Geschwindigkeit und Klarheit in der Verantwortung. Bei brandsta.de ist der Ansatz deshalb immer performance-orientiert: Landingpage, Tracking und Kampagnenlogik greifen ineinander, mit einem festen Ansprechpartner und ohne Show-Zahlen, die am Ende keine Anfragen bringen.
Am Ende ist eine gute Google Ads Landingpage kein Kunstprojekt. Sie ist ein System, das aus Klicks planbar Gespräche macht. Wenn Sie bei jeder Zeile und jedem Element die Frage stellen „Hilft das jetzt, dass der richtige Kunde anfragt?“, landen Sie automatisch bei weniger Schnickschnack – und mehr Ergebnis.




