Website für Handwerker, die Anfragen bringt

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Ein Interessent steht mit dem Handy in der Einfahrt, schaut auf die Uhr und tippt „Elektriker Passau Notdienst“ oder „Heizung Wartung Deggendorf“. Wenn Ihre Website jetzt erst mal mit einem Slider begrüßt, ein Menü versteckt und keine klare Handlungsoption zeigt, ist der Auftrag weg – nicht „vielleicht“, sondern in Sekunden.

Eine conversion optimierte website für handwerker ist kein Designprojekt. Sie ist ein Vertriebskanal. Und sie wird an einer Kennzahl gemessen: Wie viele passende Anfragen kommen rein – zu Kosten, die sich rechnen.

Was „Conversion“ im Handwerk wirklich heißt

Im E-Commerce ist die Conversion der Kauf. Im Handwerk ist es meistens einer dieser Schritte: Anruf, WhatsApp-Nachricht, Terminbuchung, Angebotsanfrage oder eine konkrete Rückfrage („Können Sie nächste Woche…?“). Alles, was Sie näher an den Auftrag bringt.

Der entscheidende Unterschied: Ihre Besucher sind selten im „Stöbermodus“. Sie haben ein Problem, einen Zeitdruck oder einen Plan. Deshalb muss die Website sofort Orientierung geben: Was machen Sie, für wen, in welcher Region, wie schnell – und wie erreicht man Sie.

Die ersten 3 Sekunden entscheiden – nicht die Startseite

Viele Handwerker denken in „Startseite, Über uns, Leistungen“. Nutzer denken in „Kann der das? Wie schnell? Was kostet das ungefähr? Ist der seriös? Wie melde ich mich?“

In den ersten Sekunden passiert ein stiller Check:

Passt die Leistung? Passt die Region? Wirkt das Unternehmen echt? Und finde ich sofort eine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen?

Wenn eine dieser Fragen offen bleibt, springen Leute ab – selbst wenn Ihre Arbeit top ist. Eine conversion-orientierte Seite baut deshalb die wichtigsten Antworten oberhalb der ersten Bildschirmhöhe auf. Ohne Umwege, ohne Show.

Nutzerführung: Eine Website ist kein Prospekt

Ein Prospekt darf „schön“ sein. Eine Website muss führen. Das bedeutet: Jeder Bereich hat eine Aufgabe.

Die Startseite muss nicht alles erzählen. Sie muss filtern und weiterleiten: „Privat oder Gewerbe? Neubau oder Sanierung? Notfall oder planbar?“ Das ist keine Spielerei. Das reduziert unpassende Anfragen und bringt die richtigen schneller ans Ziel.

Auf Leistungsseiten gilt: Eine Seite, ein Thema. „Badsanierung“ ist nicht „Sanitär“. „Wallbox“ ist nicht „Elektroinstallation“. Je klarer Sie trennen, desto besser für SEO und desto verständlicher für den Nutzer.

Und ganz wichtig: mobile first. Im Handwerk kommt ein großer Teil der Zugriffe über das Smartphone. Wenn Telefonnummer, Öffnungszeiten und der Button zur Anfrage nicht sofort sichtbar sind, verlieren Sie jeden Tag Geld.

Vertrauen: Referenzen sind gut, Beweise sind besser

Handwerksleistungen sind Vertrauensleistungen. Niemand kann vor dem Kauf „testen“. Ihre Website muss deshalb das Risiko im Kopf des Kunden senken.

Was wirkt im Alltag stärker als allgemeine Versprechen?

Ein echtes Projektfoto mit kurzem Kontext („Altbau 1968, komplette Neuinstallation in 4 Tagen“). Eine klare Aussage zu Reaktionszeiten („Rückruf in 24 Stunden“ – und dann auch halten). Bewertungen, die nicht irgendwo versteckt sind, sondern an den Stellen auftauchen, wo Zweifel entsteht.

Auch banal, aber wirksam: vollständiges Impressum, klare Ansprechpartner, echte Teamfotos statt Stock. Nicht, weil Google das liebt, sondern weil Menschen darauf reagieren.

Trade-off: Zu viele Siegel, Logos und Bewertungsauszüge können überladen wirken. Ein paar starke Belege, sauber platziert, schlagen jede „Wall of Trust“.

Texte, die verkaufen: Klarheit statt Floskeln

„Wir sind Ihr kompetenter Partner“ liest jeder – und glaubt es niemand. Gute Conversion-Texte im Handwerk sind konkret.

Statt „Qualität und Zuverlässigkeit“ lieber: „Angebot innerhalb von 48 Stunden“ oder „Festpreis nach Vor-Ort-Termin“ oder „Wartungsverträge für Mehrfamilienhäuser“. Das sind Aussagen, die eine Entscheidung erleichtern.

Wichtig ist auch, was Sie nicht anbieten. Klingt kontraintuitiv, spart aber Zeit: „Keine Kleinstreparaturen“ oder „Nur Umkreis 30 km“. Das senkt zwar die Menge, erhöht aber die Qualität – und entlastet das Telefon.

CTAs, die funktionieren: Ein guter Button ist ein Prozess

„Kontakt“ ist kein Angebot. Ein Call-to-Action muss den nächsten Schritt einfach machen.

Für viele Betriebe funktioniert ein zweistufiger Ansatz am besten: ein schneller Kontaktweg für Eilige (Anruf, WhatsApp) und ein strukturiertes Formular für planbare Projekte.

Das Formular sollte nicht nach „Bürokratie“ aussehen, sondern nach Hilfe. Fragen wie „Objektart“, „PLZ“, „Wunschtermin“, „Kurzbeschreibung“ und „Foto hochladen“ sparen später Rückfragen. Ja, das ist eine Hürde – aber eine sinnvolle. Wenn Sie ohnehin ausgebucht sind, ist das sogar ein Vorteil.

It depends: Bei Notdiensten darf das Formular nicht im Weg stehen. Da zählt „Jetzt anrufen“ und „Erreichbarkeit“.

Lokales SEO: Damit die richtigen Leute Sie finden

Eine conversion optimierte website für handwerker braucht Traffic, der passt. SEO ist dafür die nachhaltigste Basis, aber nur, wenn es sauber gemacht ist.

Der Klassiker: Eine Seite „Leistungen“ und sonst nichts. Damit rankt man selten.

Besser: Pro Leistung eine eigene Seite, kombiniert mit regionaler Relevanz. Nicht als künstliche „Stadtseiten-Orgie“, sondern als echte Abdeckung Ihrer wichtigsten Themen in Ihrem Einsatzgebiet. Ein Heizungsbauer in Passau hat andere Suchanfragen als in Freyung. Ein Schreiner in Deggendorf bekommt andere Projekte als in Vilshofen.

Technisch zählt: schnelle Ladezeiten, saubere Struktur, klare Überschriften, korrekte Meta-Daten, und eine interne Verlinkung, die Nutzer wirklich weiterbringt.

Trade-off: SEO braucht Zeit. Wenn Sie kurzfristig Aufträge füllen müssen, reicht „nur SEO“ oft nicht.

Google Ads und Retargeting: Wenn jeder Euro arbeiten muss

Ads sind kein Ersatz für eine gute Website. Sie sind ein Verstärker. Wenn die Seite nicht konvertiert, kaufen Sie sich nur teure Klicks.

Für Handwerksbetriebe funktionieren Suchanzeigen oft sehr direkt – aber nur mit klarer Filterung. Sonst zahlen Sie für unpassende Anfragen („DIY“, „Jobs“, „Preisvergleich“).

Retargeting ist dann sinnvoll, wenn die Entscheidung länger dauert, zum Beispiel bei Badsanierung, Photovoltaik, Fenster oder Innenausbau. Menschen vergleichen. Eine zweite Erinnerung zur richtigen Zeit holt Aufträge zurück, die sonst beim Mitbewerber landen.

Messbarkeit: Ohne Tracking ist jede Diskussion Bauchgefühl

„Die Website läuft ganz gut“ ist keine Kennzahl. Sie brauchen mindestens diese Basics:

Wie viele Anfragen kommen rein? Von welchen Seiten? Über welche Kanäle (Google, Ads, Social)? Und wo springen Nutzer ab?

Das ist kein Kontrollwahn, sondern Handwerk im Marketing: messen, nachziehen, verbessern. Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit – ein unklarer Button, zu viele Felder, eine fehlende Preisorientierung – und die Anfragequote verdoppelt sich.

Typische Conversion-Killer bei Handwerker-Websites

Viele Probleme wiederholen sich – unabhängig von Gewerk oder Region.

Erstens: zu viele gleichwertige Ziele. Newsletter, Karriere, Imagefilm, fünf Social Icons – aber kein klarer Weg zur Anfrage.

Zweitens: fehlende Erwartungssteuerung. Wenn der Kunde nicht versteht, was als Nächstes passiert („Rückruf wann? Termin wie? Angebot wie?“), bleibt er passiv.

Drittens: austauschbare Inhalte. Wenn Ihre Seite klingt wie 50 andere, entscheidet am Ende nur der Preis.

Viertens: langsame Seiten und unlesbare мобlie Layouts. Das ist kein „nice to have“. Das ist Umsatz.

So entsteht eine conversion-orientierte Website in der Praxis

Eine wirksame Website entsteht nicht aus „wir brauchen was Neues“, sondern aus einem klaren Setup.

Am Anfang stehen drei Entscheidungen: Welche Leistungen sind am profitabelsten? In welchem Radius wollen Sie wirklich arbeiten? Und welche Art von Kunden wollen Sie mehr – Privat, Gewerbe, Hausverwaltungen, Bauträger?

Dann wird die Seitenstruktur darauf gebaut. Nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Suchverhalten und Vertriebslogik.

Danach kommen Inhalte, die nachweisbar wirken: echte Projekte, klare Leistungsbeschreibungen, regionale Sichtbarkeit, und CTAs, die zu Ihrem Tagesgeschäft passen.

Der letzte Schritt ist der, den viele auslassen: Optimierung nach Daten. Eine Website ist kein „fertig“. Sie ist ein Werkzeug.

Wenn Sie dafür einen direkten Ansprechpartner wollen und keine Agentur-Show, ist ein regionales Setup oft am effizientesten. Bei brandsta.de ist genau das der Fokus: Strategie, Webdesign und Performance-Marketing aus einer Hand – mit messbarer Zielsetzung statt Impressions-Gelaber.

Was Sie heute sofort prüfen können

Öffnen Sie Ihre Website am Handy und stellen Sie sich drei Fragen: Versteht man in 5 Sekunden, was Sie machen und wo? Gibt es einen klaren Kontaktweg ohne Suchen? Und wirkt das, was man sieht, wie ein echter Betrieb – oder wie eine Vorlage?

Wenn Sie bei einer Frage zögern, ist das keine Kleinigkeit. Es ist ein Signal. Und das Gute ist: Man muss dafür nicht „alles neu“ machen. Oft reichen gezielte Anpassungen an Struktur, Texte und Kontaktprozess, um spürbar mehr Anfragen zu bekommen.

Der hilfreichste Gedanke zum Schluss: Ihre Website darf schlicht sein. Sie muss nur eins kompromisslos liefern – den nächsten sinnvollen Schritt zum Auftrag.

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